MERIDIAN – Breaking the Surface

meridian-breaking-the-surface-album-cover-2016Band: Meridian
Album: Breaking the Surface
Spielzeit: 38:55 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Mighty Music  
Veröffentlichung: 16.09.2016
Homepage: www.meridianband.dk

2013 warfen MERIDIAN ihr Debütalbum „Metallurgy“ auf den Markt was der Band einiges an Beachtung in der Szene einbrachte. Kein Wunder entstanden die Songs für das Album doch über einen sehr großen Zeitraum hinweg, was die Qualität erklärte. Nun ist man mit dem lang erwarteten zweiten Album „Breaking the Surface“ zurück aus der Bandpause und präsentiert sich stilistisch ähnlich unterwegs wie auf dem Debüt. Die Songs erstanden dieses Mal in einem weit aus kürzerem Zeitraum, teilweise sogar aus 20 minütigen Jams. Ob dies der Qualität geschadet hat oder ob man sich sogar verbessert hat, werden wir nun zusammen herausfinden. Ein erster, kleiner Anhaltspunkt darauf liefert der Opener „Rumours of War“. Klein deswegen weil das Ganze nur ein Intro geworden ist bei dem wir sanften Gitarrenklängen lauschen.
Gitarrenklänge erwarten uns dann auch beim ersten richtigen Track „Hero Forever“, allerdings sind die keineswegs sanft! Hier herrschen kraftvolle Riffs vor die dann mit dem Gesang sehr gut unterstützt werden. Der Mitdtemposong wird dann noch zusätzlich durch den ordentlichen Chorus aufgewertet, so das wir hier relativ schnell unseren ersten Anspieltipp verbuchen können.
Apropos Anspieltipp, unter dieselbe Kategorie fällt dann auch das anschließende „Bricks to the Wall“. Hier geht es knackig und kraftvoll zur Sache ohne das man die Melodic vernachlässigt. Toller Track!
Und da auch „City of Holy War“ direkt überzeugen kann, können wir die erste Hälfte der Scheibe als sehr gelungen abstempeln.
Der zweite Teil der Scheibe ist dann aber leider nicht mehr ganz so gut gelungen wie Hälfte Nummer Eins. Am Ehesten können hier noch „Pure Celebration“ und „Enigma Coding“ überzeugen. Der Rest ist zwar gute Metalstandardkost, die man aber anderswo auch schon zigtausend Mal ähnlich gehört hat.

Anspieltipps:

Hier werdet ihr auf jeden Fall direkt mit “Hero Forever”, “Bricks to the Wall”, “City of Holy War” sowie “Enigma Coding

Fazit :

Nach dem verklingen des letzten Tons der neuen Scheibe der Jungs MERIDIAN muss man sich die Frage stellen wo der Weg der Band hingehen wird? Das Debüt war sehr ordentlich, das Album Nummer Zwei ist für mich nicht ganz so kompakt und überzeugend ausgefallen, dafür ist die zweite Hälfte der Scheibe einfach eher zu durchschnittlich geworden.
Trotz allem können wir hier eine solide Leistung bescheinigen, ob das aber reicht um sich auf Dauer zu etablieren wird man sehen, die Zeit und auch das nächste Album werden es zeigen!

WERTUNG:

65

 

 

Trackliste:

01. Rumours of War
02. Hero Forever
03. Bricks to the Wall
04. City of Holy War
05. Pure Celebration
06. The Bravest Face
07. Enigma Coding
08. The Meaningless Wrong

Julian

POWER QUEST – Face the Raven EP

power-quest-face-the-raven-ep-coverBand: Power Quest
Album: Face the Raven EP
Spielzeit: 19:15 min
Stilrichtung: Power/Melodic Metal
Plattenfirma:Eigenproduktion  
Veröffentlichung: 15.09.2016
Homepage: www.power-quest.co.uk

Nach 12 Jahren recht erfolgreicher Bandkarriere gaben die englischen Power/Melodic Metaller von POWER QUEST 2013 ihre Auflösung bekannt. Mastermind und Bandgründer Steve Williams gab dann bei anderen Bands sein Stell Dich Ein, z.B. EDEN‘S CURSE oder CODE OF SILENCE. Aber im April 2016 kam wieder leben ins POWER QUEST Bandhouse! Zusammen mit den alten Bandmitgliedern Rich Smith (Schlagzeug), Paul Finnie (Bass) und Gav Owen (Gitarre) hauchte Steve der Band wieder neues Leben ein. Man benötige jetzt nur noch einen zweiten Gitarristen und einen neuen  Sänger!
Fündig wurde man einmal beim Bruder von Gitarrist Gav mit Dan Owen als neuen, zweiten Saitenzupfer und mit Ashley Edison von den Bandfreunden von DENDERA fand man den geeigneten neuen Fronter.
Nun liegt das erste musikalische Lebenszeichen der Band mit der EP „Face the Raven“ vor und ich denke viele Fans waren sehr gespannt darauf wie POWER QUEST nun klingen? Antworten darauf gibt direkt der Titelsong als Opener der mit knackigen Gitarrenriffs und mit einem Mörderschrei von Neufronter Ashley loslegt! Ganz so als wollte man sagen, Hey hier sind wir! Und genau dieses Statement trifft man dann auch im weiteren Verlauf des Songs direkt auf die Zwölf. Denn das Ganze kommt wunderbar heavy und mit sehr wenig Keyboardunterstützung aus den Boxen geknallt und bläst einen erstmal direkt vom Hocker! Ein geiler Beginn.
Als Zweites folgt dann eine Neueinspielung des Titelsongs „Blood Alliance“ vom letzten Album. Hiermit wollte man vermutlich zeigen wie der neue Sänger Ashley mit altem Songmaterial klingt, denn ansonsten klingt die Nummer gleich geil wie zuvor, gut vielleicht etwas kraftvoller produziert. Hier ist die Devise was geil war, bleibt auch geil!
Abschließend gibt es dann noch mit „Coming Home“ einen neuen Song zu hören, der ganz nett ist, aber im Vergleich zum ebenfalls neuen Opener doch qualitativ abfällt. Von einem Totalausfall oder schlechten Song sind wir hier aber weit entfernt.

Anspieltipps:

Bei nur drei Songs unnötig denke ich.

Fazit :

Eins ist mal klar, es ist gut das POWER QUEST wieder aktiv sind und erneut im Geschäft mitmischen! Dafür waren die bisherigen Alben größtenteils zu gut gelungen. Und auch die neue EP und die etwas härtere Ausrichtung beweisen das es die Band absolut noch drauf hat und mit den neuen Mitgliedern vielleicht noch stärker ist als vorher. Hoffen wir mal das das Bandgefüge nun gut hält, denn dann denke ich können wir uns auf tolle neue Glanztaten der Engländer freuen! Die EP ist auf jeden Fall schon mal ein sehr guter Vorgeschmack auf die nächsten Taten.

WERTUNG: keine Bewertung

Trackliste:

01. Face the Raven
02. Blood Alliance (2016)    
03. Coming home

Julian

NITERAIN – Vendetta

niterain_coverBand: Niterain
Album: Vendetta
Spielzeit: 38:07 min.
Stilrichtung: Hair Metal, Hardrock
Plattenfirma: Live Management
Veröffentlichung: 02.12.2016
Homepage: www.niterain.no 

NITERAIN werden als die logischen Nachfolger von MÖTLEY CRÜE gefeiert! Zumindest von der eigenen Promoabteilung. Nachdem die Bad Boys Of Rock´n Roll mit dem Livealbum „The End“ wohl wirklich erstmal in den wohlverdienten Ruhestand gegangen sind, ist der Weg frei für neue Bands, die den Thron des zugegebenermaßen wegweisenden Quartetts aus Los Angeles erklimmen könnten. Obwohl, so richtig verteidigen konnten Nikki Sixx und seine Mannen diesen auch schon lange nicht mehr. Dafür kam einfach zu wenig zwingendes Material aus seiner Feder. Ein letztes Aufbäumen mit dem 2008er Album „Saints Of Los Angeles“ war noch zu spüren, aber unterm Strich beschränkte man sich dann doch lieber auf die Verwaltung der frühen Hits. 

Genau da setzen die Norweger NITERAIN mit ihrem neuen Album „Vendetta“ an. Denn bereits der Öffner „Lost And Wasted“ klingt wie eine Reinkarnation des „Shout At The Devil“-Albums. Nur mit dem Unterschied, dass MÖTLEY CRÜE diesen Sound kreiert haben und NITERAIN ihn lediglich kopieren, wenn man es drastisch formulieren möchte. Und das ziemlich offensichtlich. Aber auch an neueren Combos scheinen die Norweger Gefallen gefunden zu haben. Immerhin klingt „The Threat“ stark nach DIEMONDS´ „Livin´ Tonight“ oder „Romeo“ leicht nach CRASHDIET. Aber mit der Vorabsingle „Rock´n Roll“ beweisen NITERAIN auch, dass sie durchaus dazu in der Lage sind, vermeintlich einfach gestrickte Songs gekonnt aufzupeppen. 

Aber NITERAIN gehören bereits seit dem 2013er Debüt „CrossFire“ zu den wirklich talentierten Kapellen der neuen Sleazewelle. Und so können sich die Vier mit „Vendetta“ definitiv steigern. Dass sie in den knapp 40 Minuten nichts wirklich Neues servieren, sollte klar sein. Aber sie machen ihre Sache wirklich sehr ordentlich und live sind die Jungs sicher eine Macht. Das einzige, was ihnen jetzt noch fehlt, ist ein Hit. Aber lieber liefern sie starke Alben in Gänze ab als sich darauf zu beschränken, mit aller Macht einen Hit zu kreieren, der das restliche Material in dessen Schatten stellt. Well done boyz – again!

WERTUNG:

7,5

 

 

Trackliste:

1.    Lost And Wasted
2.    Come On
3.    The Threat
4.    Rock´n Roll
5.    Romeo
6.    One More Time
7.    Something Ain´t Right
8.    Don´t Fade Away
9.    #1 Bad Boy
10.    Electric
11.    Vendetta

Stefan

ELVELLON News

Symphonic Metal Newcomer Elvellon aus Deutschland macht auf sich aufmerksam!

Seit der Veröffentlichung ihrer ersten EP Spellbound im Januar 2015 sind die Stimmen nach ihrem Debütalbum immer lauter geworden. Und da sie weiterhin alle Herausforderungen ohne die Rückendeckung eines Labels in Eigenregie bewältigen müssen, brauchen sie nun eure Hilfe.
Deshalb haben Sie auf StartNext.de eine Crowdfunding Kampagne gestartet, welche Ihr unter diesem Link erreicht:
https://www.startnext.com/de/elvellon

Zusätzlich richtet sich die Band mit einer Videomessage an euch:

Auch ohne Registrierung ist es möglich etwas zu spenden. Zudem erhaltet Ihr für euren Support eine Auswahl an besonderen Dankeschöns.
Von den Spenden werden nicht nur die Aufnahmen in einem professionellen Tonstudio, sondern auch die Arbeit am Artwork, die Tonabmischung und schließlich die Pressung der fertigen CDs finanziert. Das fertige Album wird dann voraussichtlich 12 Titel beinhalten und eine ungefähre Gesamtspielzeit von 60 Minuten haben. Für die Aufnahmen werden Elvellon mit verschiedenen Musikern und ihrem Produzenten zusammenarbeiten, um eine optimale Qualität zu gewährleisten. Das Ganze soll am Ende als hochwertiges Digipack mit mehrseitigem Booklet auf den Markt gebracht werden. Die Teilnehmer dieser Kampagne haben zudem die exklusive Chance, die CD schon vor Release ihr Eigen nennen zu können. Sollte der gewünschte Betrag von 7000 € sogar überschritten werden, kann die Band weitere Gelder in die Promotion der CD stecken. Wird am Ende der 90-tägigen Finanzierungsphase die Zielsumme nicht erreicht geht das Geld zurück an die Unterstützer.

Mehr zur Band gibt es auf: http://www.elvellon.net

Hier noch ein paar Musikalische Eindrücke der Band:

JULIAN ANGEL – News

Julian Angel veröffentlicht neues Video "Reach" und kündigt neues Album an

Der Hair Metal Fahnenschwenker ist zurück: Von seinem Anstecher nach Hollywood, wo er Musik für Actionfilme gemacht hat, bringt Julian Angel ein neues Soloalbum mit. "The Death Of Cool" wird im Februar 2017 erhältlich sein, und selbstverständlich hat sich Angel stilistisch keinen Millimeter bewegt: "Für mich ist es immer noch 1989 und genau so hören sich die Songs auch an". Im Rahmen der Vorankündigung hat Julian gerade das erste von zwei neuen Videos veröffentlicht. in "Reach" spielt er sich selbst und lässt damit keinen Zweifel offen, dass es sich um ein Soloalbum handelt. Doch warum? "Beautiful Beast war so oder so mein Ding, nahe an einem Soloprojekt. 'The Death Of Cool' ist somit etwas neues und gleichzeitig auch nichts neues".

Here we go:

DAEDRIC TALES – News

DAEDRIC TALES – Erster Song der neuen CD veröffentlicht

Bereits im Sommer finanzierte Daedric Tales ihr neuestes Projekt mittels Crowdfunding und viele Fans trugen dazu bei, dass die EP Cult Of Ashes und das erste Album The Divine Menace möglich werden. Nun, genau zwei Wochen vor der Veröffentlichung der ersten CD dieser gewaltigen Saga wurde der Title Track von Cult of Ashes auf Youtube in einem brandneuen Lyric Video präsentiert.


 
Die EP sowie das dazugehörige Album können auf der offiziellen Bandcamp-Seite vorbestellt werden. Beide CDs werden an den jeweiligen Release-Tagen auch auf iTunes, Google Play, Amazon, Spotify, Deezer und vielen anderen Musikdiensten verfügbar sein. Für all jene, die Scherben gegen Glück eintauschen wollen, gibt es die Möglichkeit Download Keys zu gewinnen. Dazu muss man nur bei dem Gewinnspiel im offiziellen Facebook-Event des Release Streams mitmachen.
 
Cult Of Ashes erscheint am 12. Dezember 2016 und The Divine Menace am 25. Februar 2017. Mit beiden CDs ist für 75 Minuten geballten Symphonic Metal gesorgt. Bis dahin können die EP Hircine’s Call und die Single Sleepers Awake auf Spotify gestreamt werden.

LIGHTNING STRIKES – Lightning Strikes

cover-lightning-strikesBand: Lightning Strikes
Album: Lightning Strikes
Spielzeit: 41:56 min
Stilrichtung: US Metal
Plattenfirma: Pure Legend Records  
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.lightningstrikesrocks.com

Die musikalischen Plattengräber von Pure Legend Records haben mal wieder einen lang verschollenen Schatz ausgegraben! LIGHTNING STRIKE nennt sich die Truppe die ursprünglich 1985 gegründet wurde aber nie ein Debütalbum veröffentlichten! Nun über 30 Jahre später ist es soweit und der selbstbetitelte Silberling erblickt das Licht der Welt. Darauf frönt man dem US Metal der 80iger Jahre mit dem Einschlag des Heavy Metal‘s/Rock von DEEP PURPLE oder BLACK SABBATH. Als Gastsänger tritt, wie passend, niemand geringeres als Tony Martin (BLACK SABBATH) in Erscheinung.
So, dann wollen wir uns mal mit dem Opener „Victim“ ans Album machen. Ohne viel drumherum steigen die Jungs direkt kraftvoll und rockig ein. US Metal höre ich hier zwar nicht unbedingt direkt raus, eher eine Mischung aus 80iger Metal und Rock. Aber egal gut gemacht ist der Opener auf jeden Fall!
Wesentlich mehr nach DEEP PURPLE tönt dann das folgende „Can‘t cross the Rainbow“. Hier ist der Refrain irgendwie sau stark gemacht und auch die Strophen mit den vielen Stilelementen können direkt überzeugen. Ein toller zweiter Track den man so bestimmt nicht nach dem Opener erwartet hätte.
Und noch tiefer Richtung DEEP PURPLE geht es dann mit „301 AD Sins of our Fathers“ hier kommt dann auch Tony Martin zu seinen vollen Ehren! Erneut eine Überraschung und ein Stilmix den ich so nicht erwartet hätte!
Den Vergleich mit diesen ersten Bombentracks halten dann die nächsten Songs „Fear“, „Death Valley“ und auch „Bermuda Triangle“ nicht ganz stand. Wobei wir hier auch weit entfernt von Ausfällen oder schlechten Nummern sind, das muss man hier ganz klar sagen.
Nach dem „Doki No Sakura“ nur ein Zwischenstückchen ist, gehen wir schnurstracks ins letzte Drittel der Scheibe wo wir mit „Kamikaze“, „Stay with Me“ und vor allem dem abschließenden „We don‘t rock alone“ drei weitere absoluten Albumperlen am Start haben und so ein tolles Album seinen Abschluss findet!

Anspieltipps:

Mit “Victim”, “Can’t cross the Rainbow”, “301 AD Sins of our Fathers”, “Kamikaze” sowie “We don’t rock alone” solltet ihr auf jeden Fall viel Freude haben!

Fazit :

Also liebe Leute von Pure Steel Records aber US Metal kann ich größtenteils beim Besten Willen hier nicht heraushören! 🙂 Das Ganze klingt eher wie eine Mischung aus 80iger Metal und Classic Rock mit vielleicht einem ganz kleinen Schuss US Metal.
Aber egal wie man es nennt, gut gemacht und vor allem sehr abwechslungsreich ist das Debütalbum von LIGHTNING STRIKES auf jeden Fall geworden! Da hat sich doch das lange Warten wirklich mehr als gelohnt würde ich sagen.
Von mir gibt es daher auch eine ganz klare Kaufempfehlung für die geneigte Hörerschaft!

WERTUNG:

8

 

 

Trackliste:

01. Victim
02. Can‘t cross the Rainbow
03. 301 AD Sins of our Fathers
04. Fear
05. Death Valley
06. Bermuda Triangle
07. Doki No Sakura
08. Kamikaze
09. Stay with Me
10. Our Lady
11. We don‘t rock alone

Julian

FEANOR – We are Heavy Metal

feanor-coverBand: Feanor
Album: We are Heavy Metal
Spielzeit: 59:59 min
Stilrichtung: Heavy/True Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 25.11.2016
Homepage: www.feanorband.com

Seit 1996 musizieren die Jungs von FEANOR aus Argentinien nun schon, gehört habe ich von den Jungs bislang leider nicht! Das ändert sich nun denn das neue, dritte Album der Band mit dem klangvollen Titel „We are Heavy Metal“ erscheint dieser Tage über Massacre Records. Ein ganz bekanntes Gesicht hat die Band am Mikro zu bieten, denn WIZARD Gesangskünstler Sven D‘Anna ist hier mit an Bord und vertont die neuen Songs, die das erste Mal übrigens komplett in Englisch eingesungen wurden. Drei bekannte Gastmusiker hat man ebenfalls auf dem neuen Album zu bieten, mit Ross the Boss (DEATH DEALER, Ex MANOWAR), David Shankle (DSG, Ex MANOWAR) und Tony Martin (Ex BLACK SABBATH) verstärkte man die Stammband noch zusätzlich.
Herausgekommen ist ein Album welches besonders für die Heavy und True Metalheads der genannten Bands ein gefundenes Fressen sein wird. Mit dem Titeltrack „We are Heavy Metal“ steigen wir schon mal sehr ordentlich in die Platte ein. True Metal erster Güte an dem sich Fans des Genre und der Band auf jeden Fall erfreuen werden! Über die Gesangsleistung von Fronter Sven braucht man glaube ich keine weiteren Worte mehr zu verlieren, einfach top der Mann!
Ganz viel MANOWAR Feeling kommt dann beim folgenden „Eol the Dark“ auf und auch ansonsten kann der Song, ähnlich wie sein Vorgänger überzeugen.
Episch wird es dann bei „Earendlil the Sailor“ welches ebenfalls ganz schnell auf unsere Hitliste wandert.
Das erste Drittel ist also schon mal absolut gelungen, mal schauen was der Mittelteil so für uns parat hält? Auf jeden Fall wird gleich mal mit „The Discipline of Steel“ ordentlich an der Geschwindigkeitsschraube gedreht bevor es wieder epischer wird mit dem Zwischenstück „Water Gardens“ und „Dagor Nuin Giliath“. Ebenfalls eher in die ruhigere Ecke tendiert dann im Anschluss „White and Blue“ was zwar toll gesungen ist, aber ansonsten nicht wirklich durch zündet!
Das wieder flottere „Crying Games“ ist da noch das beste Stück aus den letzten Stücken des Mittelteils.
Den letzten Abschnitt einleiten tut dann das wieder überlange eher epische „The Visitors“ welches, ich nehm es mal vorweg, das beste Stück Mucke hier ist, denn die drei anschließenden Tracks, inklusive eines erneuten Zwischenstücks, sind eher guter Standard und daher leider nicht besonders auffallend und erwähnenswert.

Anspieltipps:

Hier tönen auf jeden Fall “We are Heavy Metal, “Eol the Dark”, “Earendil the Sailor” sowie “Crying Games” definitiv am Besten.

Fazit :

Ja die neue FEANOR hat einige starke Tracks an Bord und ja mit Sven D’Anna hat man einen bärenstarken Fronter in seinen Reihen, aber irgendwie kann die Scheibe dann in Summe doch nicht komplett überzeugen! Dafür ist das Songmaterial einfach zu unterschiedlich von der Qualität her. Eine solide Leistung springt hier aber auf jeden Fall raus und für True Metalfans lohnt sich definitiv auch die Anschaffung! Alle anderen sollten denke ich erstmal genauer rein hören.

WERTUNG:

6

 

 

Trackliste:

01. We are Heavy Metal
02. Eol the Dark
03. Earendil the Sailor
04. The Discipline of Steel
05. Water Gardens
06. Dagor Nuin Giliath
07. White and Blue
08. Crying Games
09. The Visitors
10. In the Darkness
11. The Scribe
12. The Epic of Gilgamesh Pt. 1

Julian

GLENN HUGHES – Resonate

folderBand: Glenn Hughes
Album: Resonate
Spielzeit: 51:20 min
Stilrichtung: Heavy Blues Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 04.11.2016
Homepage: www.glennhughes.com

Hach ja, GLENN HUGHES – es wurde ja auch langsam nochmal Zeit, dass der Rock-Opa der keiner sein will, ein neues Album raushaut. Die letzten Platten sind ja nun auch schon wieder 1 (Waterfall (2015)), bzw. 2 Jahre alt (California Breed (2014)). Und dazwischen gab es mit schöner Regelmäßigkeit noch zahllose Gastbeiträge für Gott und die Welt. Mal ernsthaft, wer soll bei dem inflationären Überschuss an (unter Beteiligung von HUGHES entstandenen) Veröffentlichungen noch den Überblick behalten? Und, unter uns, da ist auch lange nicht alles Gold was den glänzenden Namen GLENN HUGHES auf dem Cover (oder in den Linernotes) trägt. Das letzte echte Solo Album von HUGHES liegt immerhin schon 8 Jahre zurück (First Underground Nuclear Kitchen (2008)) – Zeit also mal wieder etwas unter dem eigenem Namen nachzureichen, bevor das unter großem öffentlichem Getöse zwischenzeitlich begrabene Black Country Communion Schiff kommendes Jahr wieder in See sticht. Außerdem hat GLENN noch etwas gut zu machen, denn seit dem erstklassigen "Soul Mover" aus dem Jahre 2005 waren die Alleingänge des singenden Bassisten seitdem nicht mehr wirklich der Rede wert.

Was hat der kleine Mann mit der großen Stimme also 2016 zu bieten? So einiges wie ich erstaunt feststellen durfte. Mit ordentlich Schmackes und einer ungewohnt fetten Produktion ausgestattet zaubern GLENN und seine Backingband (wieder mit dabei das Red Hot Chili Peppers Ass Chad Smith an den Drums sowie Produzent und Gitarrist Soren Andersen) gleich vorneweg eine Handvoll mächtiger Blues-Rock Kracher aus dem Hut, die vor Energie und Eingängigkeit strotzen. Mit ersterem hatte der Brite, der, und das muss man ihm zugute halten, immer 120% gibt ja eh noch nie ein Problem. Aber endlich stimmen nun auch wieder die Kompositionen, ohne die selbst die emotionalste Performance nichts wert ist. Natürlich hat man die Songs auf "Resonate", so oder so ähnlich schon in vielfältiger Form von HUGHES in der Vergangenheit zu hören bekommen. Aber Tracks wie die groovenden "Flow" oder "My Town", das mit wunderbaren melodischen Wendungen versehene "When I Fall" oder der locker flockig groovende Blueser „Landmines" sind halt unterm Strich einfach richtig geiler (Hard)rock Stoff, von einer extrem starken Backingband mit einer Menge Wumms einwandfrei eingespielt. Die Drums schieben wie Sau, die Rhythmusgitarren sind eine Wucht und des Meisters Bass ist einfach eine Wand. Und wenn HUGHES eine einzelne Bassnote anreißt um diese ewig rumpelnd im Raum stehen zu lassen, bekommt man ein Gefühl für die urwüchsige Gewalt, die echter, handgemachter Rock immer noch erzeugen kann. Ich bin ziemlich begeistert von "Resonate", denn zum einen klingt das Album wie ein reinrassiges Bandwerk und nicht wie eine typische Soloalbum Produktion, und zum anderen sind die Songs tatsächlich allesamt von allererster Güte.

Nein, ein klassisches Meisterwerk für die Ewigkeit ist "Resonate" nicht unbedingt geworden. Das darf man bei einem Mann wie GLENN HUGHES auch nicht mehr erwarten. Und welche Band erschafft heute schon noch solche Alben für die Ewigkeit? Aber ein bärenstarkes, unerhört vitales Album ist es auf jeden Fall. Die Power und Unbekümmertheit, mit der HUGHES hier einen Kracher nach dem anderen raushaut, keiner schwächer als der andere, ist ansteckend. Da bin ich aber mal gespannt ob die nächste Black Country Communion Scheibe dieses Niveau halten kann? Wer auf den bisherigen Output, und hier vor allem auf die Solo-Exkursionen des Zeremonienmeisters, steht, sollte auf jeden Fall ein Ohr riskieren. Fettes Ding.

WERTUNG:

9

 

 

Trackliste:

01. Heavy
02. My Town
03. Flow
04. Let It Shine
05. Steady
06. God Of Money
07. How Long
08. When I Fall
09. Landmines
10. Stumble And Go
11. Long Time Gone

Mario

 

RISING STEEL – Return of the Warlord

rising-steel-return-of-the-warlord-cover-1400x1400-pixelsBand: Rising Steel
Album: Return of the Warlord
Spielzeit: 46:34 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Mighty Music  
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.risingsteel.fr

RISING STEEL sind eine französische Metalband über die ich bei meiner wöchentlichen Promosichtung quasi gestolpert bin. Ohne großartige Werbung zu betreiben hat mich das tolle Cover gleich in seinen Bann geschlagen und ich musste die Promo direkt mal anchecken. Was ich zu hören bekam war 80iger NWOBHM beeinflusster Heavy Metal ganz im Stile der, vermutlich, großen Vorbilder LONEWOLF (übrigens ebenfalls aus der Bandhauptstadt Grenoble) oder JUDAS PRIES und IRON MAIDEN.
2014 brachte die Band ihre 4 Track EP „Warlord“ auf den Markt welche in der Szene tierisch abgefeiert wurde! Nun legt man uns mit „Return of the Warlord“ das erste Fulllenght Album vor, welches Fans der angesprochenen Bands auf jeden Fall munden sollte!
Als Opener fungiert hier „Breaking the Silence“. Schnelles Doublebass Drumming erwartet uns zu Beginn genauso wie ein rotziger Gesang ganz im Stile der schon angesprochenen LONEWOLF. Der Chorus ist fetzig und geht direkt ins Ohr und auch ansonsten kann man hier direkt schön die Matte kreisen lassen. So muss ein Opener sein!
Die anschließenden „Monster“ und „The Watcher“ laufen dann auch ganz ordentlich rein ohne aber großartig zu überzeugen bzw. hängen zu bleiben.
Von einem ganz anderen Kaliber ist dann „Dead or Alive“ welcher den Mittelteil einleitet. Hier stimmt wieder jede Note und das Verhältnis von Heavyness und Melodic ist 1 A. Ein Hit ohne Frage der ohne zu zögern sofort auch auf unserer Hitliste landet.
Der weitere Mittelteil ist dann mit „Straight to Hell“, „Evil Master“ und dem Bandsong „Rising Steel“ mäßig besetzt denn hier kann leider nur der zuletzt genannte Track so richtig überzeugen, die anderen sind gute Standardkost mehr aber leider auch nicht.
Und diese qualitative Auf und Ab verfolgt uns leider auch noch über den Rest der Scheibe, denn mit „Never Give Up“ kann nur noch ein Song etwas überzeugen, der Rest geht hier doch ziemlich unter und ist erneut nur Standardkost welche kaum haften bleibt.

Anspieltipps:

Hier sollten euch “Breaking the Silence”, “Dead or Alive” und “Rising Steel” am Ehesten zusagen.

Fazit :

Tja insgesamt bleibt beim Debütalbum von RISING Steel leider zu wenig Songs auf Dauer so richtig haften! Der Ersteindruck täuschte also. Die Grundanlagen der Band sind ja nicht von schlechten Eltern aber man hat von der Songqualität her doch noch einiges an Luft nach oben.
Aber die guten Ansätze sind ja vorhanden und Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, oder, um musikalisch zu bleiben, auch LONEWOLF haben mal klein angefangen!

WERTUNG:

5

 

 

Trackliste:

01. Breaking the Silence
02. Monster
03. The Watcher
04. Dead or Alive
05. Straight to Hell
06. Evil Master
07. Rising Steel
08. People of the Moon
09. Never Give Up
10. Hell‘s Control

Julian