REBELS OPERA – Call Of The Night

Trackliste:

01. Love Like A Live Wire
02. Smile Now Cry Later
03. Didn´t Wanna Write This Song
04. Gotta Let Me Know
05. The Drifter
06. Call Of The Night
07. Surfing With The Angels
08. She´s So Rock´n Roll (feat. Brian Forsythe)
09. Down With The City
10. Dream, Dreamer

 

Spielzeit: 33:02 min. – Genre: Hardrock – Label: RFL Entertainment – VÖ: 19.08.2026 – Page: www.rebelsopera.com

 

Um die eigene Karriere als junge Band anzukurbeln ist etwas Schützenhilfe von etablierten Musikern immer von Vorteil. So funktioniert das Business im Optimalfall auch. Für REBELS OPERA aus Nashville ist dieser Rückenwind ein gewisser TUK SMITH, der mit seiner Band THE RESTLESS HEARTS und vormals mit THE BITERS zu Werke ging. Geht TUK SMITH in seinen Bands ziemlich in die Siebziger-Richtung, fahren REBELS OPERA das volle Achtziger-Brett. Irgendwo zwischen KIX, DEF LEPPARD und CINDERELLA fühlen sich Bandgründer Paul Klein (bass), die Brüder Tate (vocals) und Clint Richardson (guitars) sowie Grady Steel (drums) am wohlsten.

TUK SMITH war es auch, der den Jungs die erste Single spendiert hat. Denn „Smile Now Cry Later“ stammt aus seiner Feder und stellte für REBELS OPERA den Startschuss dar. Das ist knapp ein Jahr her. Für das jetzt vorliegende Debütalbum „Call Of The Night“ hat das Quartett zusammen mit Mentor und gleichzeitig Produzent neun weitere Nummern verfasst. Den Anfang macht das treibende „Love Like A Live Wire“, danach das bereits erwähnte Riffmonster „Smile Now Cry Later“. KIX at it´s best könnte man so sagen. „Didn´t Wanna Write This Song“ ist eine Art Power-Ballade während „Gotta Let Me Know“ voll vor den Latz knallt. Eine Midtempo-Nummer mit dreckigem Riffing – der wuchtige Sound von Anthony Focx (Ex-BEAUTIFUL CREATURES) tut sein übriges. „The Drifter“ ist mit seinen viereinhalb Minuten der weitaus längste Song auf dem Album, die Amis bevorzugen es kurz und knackig.

Der Titeltrack wurde ebenfalls als Single vorab veröffentlicht, ein weiterer griffiger Riff-Rock-Song. Das lockere „Surfing With The Angels“ ebnet den Weg für „She´s So Rock´n Roll“. Eine Nummer, die so klingt wie sie heißt – und mit einer Gast-Performance von Gitarrist Brian Forsythe (KIX) glänzen kann. Forsythe hat dem Stück ein grandioses Solo gegeben. „Down With The City“ gibt noch ein letztes Mal Gummi bevor „Dream, Dreamer“ dieses Album in bester RATT-Manier beschließt.

Mit REBELS OPERA steht eine weitere junge Hardrock Band in den Startlöchern, die es definitiv wissen will. Ihr erstes Album „Call Of The Night“ hat alles was guter Achtziger-Arena-Rock haben muss. Gute Songs, guter Sound, gute Attitüde und ist einer der Geheimtipps, die man antesten sollte wenn man auf klassischen Achtziger Hardrock steht.

Stefan

 

Rock-Inn Live: Legions of Steel

Am Freitag, 04. September 2026, verwandelt sich die Klosterschänke Georgsmarienhütte erneut in einen Treffpunkt für Metal-Fans aus der Region. Unter dem Motto „ROCK-INN LIVE: LEGIONS OF STEEL“ erwartet die Besucher ein Konzertabend voller großer Melodien, kraftvoller Gitarren und mitreißender Live-Energie. Als Headliner gastieren die britischen Power-Metal-Hoffnungsträger FORTUNE TELLER, den Auftakt übernimmt die traditionelle Heavy Metal Band EMPLOYER aus Oldenburg.

FORTUNE TELLER gehören zu den spannendsten neuen Namen der europäischen Power-Metal-Szene. Erst 2025 gegründet, sorgte die Band mit ihren ersten Singles „The Fortune Teller“, „Savage Seas“ und zuletzt „Command The Legions“ bereits international für Aufmerksamkeit. Mit Frontfrau Theresa Smith verbinden die Briten epische Hymnen, gewaltige Chöre und moderne Power-Metal-Produktion zu einem ebenso klassischen wie zeitgemäßen Sound. Nach Festivalauftritten, einer Tour auf dem europäischen Festland und der Veröffentlichung ihrer aktuellen Single arbeitet die Band derzeit an ihrem mit Spannung erwarteten Debütalbum. Besonders freuen sich FORTUNE TELLER darauf, in die Klosterschänke zurückzukehren, wo sie bereits im vergangenen November gemeinsam mit dem Publikum einen unvergesslichen Konzertabend feierten. Genau an diese besondere Atmosphäre möchten sie nun anknüpfen.

Den Konzertabend eröffnen EMPLOYER aus Oldenburg. Die 2022 gegründete Band steht für traditionellen Heavy Metal mit deutlichen Einflüssen der New Wave of British Heavy Metal. Kraftvolle Uptempo-Kompositionen, markante Twin-Gitarren, druckvolle Bassläufe und treibende Double-Bass-Passagen prägen ihren Sound, der an Größen wie Iron Maiden und Judas Priest erinnert. Dabei verbinden EMPLOYER die Energie des klassischen Heavy Metal mit frischen eigenen Ideen und schaffen eine Live-Show, die Fans ehrlicher, melodischer und kraftvoller Metal-Musik gleichermaßen anspricht.

Mit „ROCK-INN LIVE: LEGIONS OF STEEL“ setzt die Klosterschänke ihre erfolgreiche Reihe hochkarätiger Metal-Konzerte fort und bringt erneut internationale Künstler ins Osnabrücker Land. Das Publikum darf sich auf einen abwechslungsreichen Konzertabend freuen, der traditionellen Heavy Metal und epischen Power Metal auf einer Bühne vereint und beste Voraussetzungen für ein unvergessliches Live-Erlebnis bietet.

Klosterschänke Georgsmarienhütte

Glückaufstraße 170, 49124 Georgsmarienhütte

VVK 19 € über info@klosterschaenke.com

Abendkasse 22 €

Einlass 18:00 Uhr

Beginn: 20:00 Uhr

Facebook Event: https://www.facebook.com/events/1051516647568643

 

Folkfield Festival 2026

FOLKFIELD FESTIVAL geht in die vierte Runde!

Am 11. und 12. September 2026 heißt es wieder: Folk, Mittelalter & Rock vereinen sich am Rhein-Herne-Kanal, wenn das Folkfield Festival zum vierten Mal im Amphitheater in Gelsenkirchen stattfindet. Was 2022 begann, hat sich längst zu einem festen Treffpunkt für Fans von Folk-Rock, Mittelalterklängen und energiegeladenen Shows entwickelt – und 2026 wird es größer, lauter und packender denn je.

Schandmaul laden als stolze Gastgeber ins Amphitheater Gelsenkirchen, um vor stimmungsvoller Kulisse mit befreundeten Bands dem Folk- und Mittelalter-Rock zu frönen. Mit dem Folkfield Festival ist es Schandmaul in kürzester Zeit gelungen, ein neues Szene-Event für die Folk- und Mittelalter-Community zu etablieren.

Freuen kann man sich auf ein Line-up, das keine Wünsche offenlässt: Als Headliner und Gastgeber stehen Schandmaul an beiden Abenden im Zentrum des Festivals. Mit poetischen Texten, packender Energie und charismatischer Bühnenpräsenz schaffen sie unvergessliche Momente und laden ihr Publikum zum Tanzen, Träumen und Feiern ein. Dazu haben sie sich hochkarätige Gäste eingeladen: Fiddler’s Green, die seit Jahrzehnten mitreißende Speedfolk-Shows voller keltischer Melodien und Punk-Attitüde liefern, sowie Subway To Sally, deren unverwechselbare Mischung aus Folk, Metal und dunkler Romantik für spektakuläre Festivalmomente sorgt.

Wind Rose lassen mit ihren epischen Sagen die Erde beben. Rauhbein und Doppelbock sorgen für kernigen Rock mit Herz und Haltung, während Irdorath mit mystischen Sounds verzaubern und Deus Vult das Festival um eine ordentliche Portion Wucht erweitern. Weitere Acts werden dazukommen.

Mit seiner einzigartigen Lage direkt am Wasser, der unverwechselbaren Atmosphäre und zwei Tagen voller Musik, Freundschaft und unvergesslicher Momente wird das Folkfield Festival 2026 zum Pflichttermin für alle, die Folk und Mittelalter-Rock lieben. Es gibt auch einen Mittelaltermarkt.

Hier die Zeitpläne für die beiden Abende:

Freitag 11.09.26

EINLASS: 13.30h

DEUS VULT: 15:00h – 15:40h

DOPPELBOCK 16:10h – 16:50h

KATERFAHRT: 17:20h – 18:10h

SUBWAY TO SALLY: 19:00h – 20:30h

SCHANDMAUL: 21:15h – 22:50h

Und um 16.45h werden Schandmaul eine Autogrammstunde geben

Samstag 12.09.26

EINLASS: 11:30h

THE RUMPLED 13:00h – 13:40h

MANNTRA 14:10h – 15:00h

RAUHBEIN 15:30h – 16:30h

FIDDLER´S GREEN 17:10h – 18:10h

SCHANDMAUL 18:50h – 20:20h

WIND ROSE 21:00h – 22:30h

Die Autogrammstunde am Samstag wird um 14.45h starten.

Markieren sollte man sich den 11. und 12. September 2026 auf jeden Fall dick im Kalender – Gelsenkirchen ruft, das Folkfield wartet!

Tickets sind erhältlich unter www.powerticket.de und allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Weitere Informationen unter: https://www.folkfield.de/

ODDLAND – Unilluminate To Illuminate

Trackliste:

01. Amokinus
02. Eternal Erode
03. Soar
04. Ascent
05. Freefall
06. Unilluminate
07. Illuminate
08. Act Of Solace
09. Red Canvas
10. Unbound In Time
11. Waterdrops

Spielzeit: 41:03 min – Genre: Progressive Metal – Label: Frontiers Records – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.facebook.com/oddland

 

Zwischen Power Metal und Death Metal hat sich in Finnland in den letzten Jahren eine Metalband an die Oberfläche gekämpft, die nun wirklich in keines der beiden klassischen Finnland-Metalgenres passen möchte. Um ODDLAND geht’s, die nun mit ihrem vierten Album „Unilluminate To Illuminate“ am Start sind, das der Silbe „Odd“ (seltsam) im Bandnamen vollkommen gerecht wird.
Los geht es schon damit, dass 41 Minuten Spieldauer bei anderen Progressive-Bands gerade mal für Intro und ersten Song reichen, ODDLAND darin aber gleich 11 Songs unterbringen, von denen der längste keine sechs Minuten lang ist. Aber warum nicht, wenn es funktioniert?
Und dann ist da die Musik an sich. Das Intro „Amokinus“ beginnt mit Atmo-Sounds und elektronischen Klängen, holt dann noch eine Percussion-Fraktion an Bord und erreicht dann sein volles Maß an Fettheit mit… Moment, sind das Saxophone?
Ja, meine Freunde, es sind Saxophone, und zwar nicht zu knapp und auch nicht zum letzten Mal auf „Unilluminate To Illuminate“. Diese Saxophone fügen sich gut in einen Gesamtsound ein, der im mindesten speziell ist, aber irgendwie doch Sinn ergibt. Der Bass ist asozial, die Gitarrensounds unkonventionell, die Snare eine Tonne. Dazu kommen Synths, oft mit definierten kürzeren Sounds, abgedämpftes Klavier, akustische Gitarren, Streicher, Growls und Klargesang, viel Percussion neben den Drums, Chor und, und, und.
All das packt man dann in eine druckvolle Produktion ohne relevante Mängel, stolpert damit durch komische Taktarten, auf-die-Fresse- und In-Dein-Herz-Parts, getragene Refrains, kleine Zwischenspiele unter drei Minuten und seltsame Melodieführungen. Und irgendwie schafft man damit einen recht eigenen Progressive-Stil, der insbesondere durch besagte Saxophone und die rhythmischen Percussionselemente entsteht, zu denen man je nach Part auch die Synths und im Endeffekt den Rest der Band zählen kann.
Einzelne Ausschläge nach ganz oben finden sich dabei vor allem mit „Soar“, das man schlicht gehört haben muss, und den beiden „Titeltracks“ „Unilluminate“ und „Illuminate“. Auch die kurzen Tracks zwischen einer und drei Minuten sind eigen und passen vollkommen in den Zusammenhang des Abums. Bei ein paar der anderen „langen“ Songs erreicht man nicht das Maß an angenehmer Unkonventionalität sondern klingt eben etwas – normaler. Da lässt die Platte dann ein bisschen nach, beispielsweise beim finalen „Waterdrops“, das sich nicht traut, die volle Schönheit der geschriebenen Melodie zu entfalten, und sie stattdessen mit dissonanten Gitarren unterlegt.

Fazit:
Faszinierendes Werk, das ODDLAND da geschaffen haben, und zweifelsohne – auf gute Weise – nicht so, wie die Standard-Prog-Metal-Bands. Und das sollte in diesem Genre alleine schon ein Grund zum Reinhören sein.

Anspieltipps:
„Soar“, „Unilluminate“ und „Illuminate“ – man kann die Platte aber auch gut von vorne nach hinten hören.

Jannis

TALENTSCHMIEDE: HKSPK

Band:
HKSPK

Gegründet:
2023. Angefangen hat alles mit einer Jamsession. Bei der ersten Probe haben wir ein paar einfache Black-Metal-Cover gespielt. Schon bei der zweiten Probe entstand unser erster eigener Song, aus dem später „Holy Scum“ wurde.
Ab da war schnell klar, dass wir eigene Musik schreiben und das Ganze ernsthaft als Band verfolgen wollen.

Herkunft:
Brandenburg, Deutschland.

Mitglieder:
Jim – Gesang und Leadgitarre
Leon – Rhythmusgitarre
Arne – Schlagzeug

Stil:
Black/Death Metal, wobei wir uns musikalisch nicht zu sehr einschränken wollen.
Manche Songs sind kurz, schnell und aggressiv, andere deutlich melodischer und atmosphärischer. Gerade auf unserem neuen Album „Heimkehr“ hört man diese Entwicklung sehr gut. Das Album beginnt direkt und aggressiv und wird zum Ende hin immer düsterer und atmosphärischer.
Uns ist wichtiger, dass ein Song am Ende so klingt, wie wir ihn haben wollen, als dass er perfekt in eine bestimmte Schublade passt.

Veröffentlichungen:
2024 – Holy Scum
2025 – The Human Butcher
2026 – Heimkehr
„Heimkehr“ ist unser zweites Album und erscheint am 11. September 2026.
Wenn man unsere Veröffentlichungen nacheinander hört, kann man die Entwicklung der Band gut nachvollziehen. Gerade zwischen „Holy Scum“ und „Heimkehr“ liegen musikalisch Welten. Wir haben unseren Sound gefunden, ohne dabei an einem Punkt stehen bleiben zu wollen.

Einflüsse:
Da gibt es einige.
Zu den Bands, die uns geprägt haben, gehören unter anderem Eisregen, Ellende, Harakiri For The Sky und Nargaroth. Aus dem Death Metal kommen Einflüsse von Bands wie Obituary, Morbid Angel, Amon Amarth und Milking.
Generell hören wir viel Extreme Metal und ziehen keine festen Grenzen zwischen den einzelnen Stilrichtungen. Atmospheric Black Metal, Death Metal, Doom, Thrash, Hardcore oder Punk können genauso ihren Weg in unsere Musik finden.
Absolute Guilty Pleasures sind bei uns ein paar Bands aus der modernen Slam-Szene. Zum Beispiel Boltcutter, Guttural Slug und Extermination Dismemberment. Einfach nur schön auf die Fresse mit ordentlich Bass und tiefen Vocals – und natürlich mit ganz viel Humor (haha).

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Wir wollen sehen, wie weit wir HKSPK bringen können.
Unser Ziel sind mehr Konzerte, mehr Festivals, größere Bühnen und deutlich mehr Shows außerhalb unserer Region und im Ausland.
Gleichzeitig wollen wir uns musikalisch weiterentwickeln. Wir haben keine Lust, irgendwann fünfmal das gleiche Album aufzunehmen. Jede Veröffentlichung soll einen Schritt weitergehen und trotzdem klar nach HKSPK klingen.
Wo wir damit in fünf Jahren stehen, wird sich zeigen. Aber wir haben auf jeden Fall noch einiges vor.

Was als nächstes kommt:
Am 11. September erscheint unser neues Album „Heimkehr“.
Danach liegt der Fokus ganz klar darauf, die neuen Songs live zu spielen. Wir wollen mehr Konzerte und Festivals spielen, neue Orte kennenlernen und mit der Band weiter rauskommen.
Neue Musik wird natürlich ebenfalls folgen. Stillstand wäre für uns keine Option.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Da gab es inzwischen einige.
Wir durften unter anderem mit Asagraum, Enisum und Waldgeflüster spielen, waren auf verschiedenen Open Airs unterwegs und haben eine Headlinershow in Brno gespielt.
Besonders stark ist aber immer der Moment, wenn Menschen vor der Bühne stehen, die wir vorher noch nie gesehen haben und unsere Songs trotzdem kennen.
Dann merkt man, dass die Musik inzwischen Menschen außerhalb des eigenen Umfelds erreicht. Das ist schon ein sehr gutes Gefühl, wenn man bedenkt, dass das Ganze 2023 mit einer Jamsession angefangen hat.

Unser peinlichster Moment:
Da gab es Gott sei Dank bisher noch nicht so viele (haha).
Peinlich war auf jeden Fall eine misslungene Wall of Death vor einem Publikum von etwa 200 Menschen. Der Saal wurde in der Mitte aufgeteilt. Beim Zeichen zum Losrennen hat sich allerdings keine einzige Person bewegt.
Schade eigentlich (haha).

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Höchstwahrscheinlich mit den Jungs von Alestorm (haha).
Wer checkt, der checkt.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Uhhh, da gibt es viele.
Dazu zählen auf jeden Fall Nargaroth, Ellende und Eisregen. Alles Bands, die uns in unserer bisherigen Bandgeschichte maßgeblich beeinflusst haben.
Mal schauen, was die Zukunft uns bringt.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Gemeinsam Musik zu schreiben und diese Songs irgendwann auf einer Bühne zu spielen.
Ein Song beginnt vielleicht nur mit einem Riff bei einer Probe. Dann arbeitet man gemeinsam daran, nimmt ihn auf und irgendwann stehen Menschen vor der Bühne und kennen genau diesen Song. Dieses Gefühl wird nicht langweilig.
Dazu kommen die ganzen Erfahrungen, die man gemeinsam sammelt. Die Konzerte, die Fahrten und vor allem die vielen Menschen, Bands und Veranstalter, die man dadurch kennenlernt.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Der organisatorische Teil kann definitiv anstrengend sein.
Proben, Aufnahmen, Konzerte, Fahrten und private Termine müssen unter einen Hut gebracht werden. Gerade wenn alle neben der Band noch ein normales Leben haben, funktioniert nicht immer alles so einfach, wie man es gerne hätte.
Und das Schleppen vor und nach den Shows könnte uns auch gestohlen bleiben (haha).
Sobald man auf der Bühne steht, ist das aber schnell wieder vergessen.

Online:
Website: www.hkspk.de

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/3uq5NYdIAEcy7enyCOmbWb
YouTube: www.youtube.com/channel/UCKJ3uSNqVWLYMxcn49HLfHA

Live-Dates:
www.hkspk.de/black-metal-live-brandenburg-hkspk-live-termine-festivals

KINDRED NORTH – Kindred North

Trackliste:

01. A Guiding Heart
02. Natural High
03. If this is Love
04. Learn to Love Again
05. A Billion Miles Away
06. Walk Through the Fire
07. Dance the Night Away
08. Runaway
09. Divine
10. Lose Control
11. It`s Hard To Say Goodbye

Spielzeit: 47:50 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.facebook.com/Kindrednorthofficial

 

Die neue Melodic Rock Band KINDRED NORTH ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zweier lebenslanger Freunde.
Der eine ist der schwedische Sänger und Gitarrist Andi Kravljaca (HYDRA, THAUROROD, SEVENTH WONDER), der andere ist der norwegische Multi Instrumentalist Andreas Nergard (NERGARD).
Das Ziel der Beiden? Ganz klar 80iger Melodic Rock in die Moderne transportieren mit dem klaren Fokus auf eingängige Melodien, dichten Harmonien und großen Refrains. Vergleiche könnte man ziehen zu Bands wie WINGER, DOKKEN oder EUROPE.
Benannt haben die beiden die Band übrigens nach ihrer Verbundenheit zueinander sowie den nordischen Wurzeln.
Produziert von den beiden höchstselbst möchte man mit dem selbst betitelten Debütalbum auf jeden Fall ordentlich Eindruck bei der Hörerschaft machen!

Schauen wir nun mal ob den beiden das gelingt und horchen daher direkt mal in den Albumopener „A Guiding Heart“ rein. Und was für ein Beginn ist das denn hier direkt? Majestätische Melodien erklingen, es ertönt der tolle melodische Gesang von Andi und die Nummer steigert sich immer weiter bis zum einem wahren Monsterchorus, der ziemlich viel wegbläst, was ich zuletzt in dem Genre gehört habe. Ein geiler Opener der sich direkt metertief in den Gehörgängen festsetzt und einer der absolute Überhits der Scheibe ist!
Und mit der Vorabsingle „Natural High“ geht die Hitserie direkt weiter. Schneller, nicht ganz so majestätisch aber 100% melodisch bahnt sich die Nummer ihren Weg durch die Boxen direkt in die Gehörgänge.
Mit ziemlich brachialen und rockigen Gitarrenriffs startet dann „If this is Love“ welches ziemlich modern daherkommt und einen satten Groove besitzt.
Im Mittelteil gibt es mit dem gefühlvollen „Learn to Love Again“, dem Melodickracher „A Bilion Miles Away“ sowie dem majestätischen und ebenfalls sehr melodischen „Walk Through the Fire“ weitere Hits zu entdecken.
Wahnsinn was die beiden hier an Songwriting Skills und Melodic an den Tag legen. Respekt!
Etwas moderner kommt dann „Dance the Night Away“ aus den Boxen bevor bei „Runaway“ nochmal ordentlich Punkte auf der Balladenseite gemacht werden.
Und auch im letzten Drittel bleibt die Hitdichte hoch, „Divine“ legt die Messlatte schön hoch welche das Groovemonster „Lose Control“ und das abschließende, gefühlvolle „It`s Hard to Say Goodbye“ aber gekonnt halten und teilweise sogar überspringen können.

Wenn man vorab alleine schon die Namen der Protagonisten hier liest, konnte man sich schon denken das bei der Kooperation hier nur Gutes herauskommen kann, und genauso ist es!
Schöner 80iger Melodic Rock, der immer wieder an die Jungs von EUROPE erinnert, aber auch viele moderne und zeitgemäße Elemente beinhaltet.
Dazu eine Hitdichte, die ihresgleichen sucht und Songs die toll geschrieben und produziert sind.
Ein geiles Debüt, wo vor allem die ersten Songs eine absolute Duftmarke in der Melodic Rock Landschaft hinterlassen sollten!
Absolut Kaufempfehlung und für mich jetzt schon eines der Hitalben des Melodic Rock Genres in diesem Jahr!

Julian

 

 

 

BURNING SUN – Power to Survive

Trackliste:

01. Quest Divine
02. Emalys`Hymn
03. Tale of Brothers
04. Light of the World
05. Over and Beyond
06. Come Home
07. Spirit Alive
08. Prayer
09. Holy Light
10. We Rise Again

 

Spielzeit: 38:47 min – Genre: Power Metal – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.facebook.com/burningsunpower

 

Aus Ungarn kommen die Power Metaller von BURNING SUN. 2022 von dem Bassisten Zoltan Papi gegründet und durch Sänger und Gitarrist Pancho Ireland (MERCLESS LAW) ergänzt machte man sich in der Underground Power Metal Szene schnell einen Namen.
Das Debütalbum „Wake of Ashes” erschien 2023 bei Stormspell Records und der Nachfolger „Retribution“ 2025 bei Metalizer Records.
2026 stießen Sänger und Gitarrist Nicolas Peter (TYRAN, INVICTUS) sowie Schlagzeuger Edmond Kulcsar (GIFT OF GRAVE) zur Band und Nicolas übernahm den Gesang von Pancho der sich nun ausschließlich der Gitarre widmete.
So verstärkt wirft man nun das dritte Album „Power to Survive“ auf den Markt welches mit Herbie Langhans (FIREWIND) sowie Alexandra Lioness (FROZEN CROWN) zwei gesangliche Gäste enthält.
Musikalisch geht es nach wie vor voll in Richtung 90iger Power Metal der Marke EDGUY, GAMMA RAY oder HAMMERFALL eingebettet in ein Konzept und Geschichte, die schon auf den Vorgängeralben begonnen wurde.

Als Opener fungiert die Vorabvideosingle „Quest Divine“ die mit ordentlich Dampf, Doublebass Drumming und schnellen Gitarrenriffs direkt loslegt.
Der neue Sänger Nicolas ist etwas tiefer als der vormalige Sänger Pancho unterwegs und bringt somit etwas mehr Charakteristika rein, ansonsten haben wir es mit einem relativ klassischen 90iger Power Metalsong zu tun der sehr ordentlich aus den Boxen kommt.
Beim nachfolgenden „Emalys`Hymn” gibt es mit dem guten Herbie Langhans einen gesanglichen Gast zu verzeichnen, ansonsten ist die Nummer eine gute Fortsetzung des Openers und schlägt somit in eine ähnliche Kerbe mit einem aber wesentlich epischeren Chorus.
„Tale of Brothers“ bietet auch wenig Neues zu den beiden vorherigen Songs, „Light of the World“ bricht dann mal etwas aus dem bisher gehörten aus, ist nicht mehr ganz so schnell wie zuvor unterwegs, spielt etwas mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und ist ansonsten einfach ein guter Power Metaltrack.
Bei „Over and Beyond“ gibt es mit FROZEN CROWN Sängerin Alexndra Lioness den zweiten gesanglichen Gast zu verzeichnen und gerade das gesangliche Duett und der Wechselgesang machen den Power Metal Track hier so interessant. Eine tolle Nummer mit zwei bestens harmonisierenden Stimmen.
Nach dem erneuten Standard Power Metalsong „Come Home“ gibt es bei „Spirit Alive“ einen tollen epischen Touch, der sich auch gleich zu einem absoluten Album Hit und Tipp mausert!
Im letzten Drittel haben wir mit „Prayer“ einen kurzen Zwischensong, mit „Holy Light“ eine gefühlvolle Ballade und mit dem abschließenden „We Rise Again“ wieder den klassischen 90iger Power Metal den wir hier schon häufig auf der Scheibe zu Gesicht bekommen haben.

Wie schon oft erwähnt, 90iger Power Metalfans kommen beim neuen Album der Jungs von BURNIN SUN auf jeden Fall voll auf ihre Kosten! Es klingt hier leider aber auch deswegen ziemlich vieles recht ähnlich und wirkliche Innovation kann man dann natürlich auch nicht erwarten.
Ein paar Farbtupfer gibt es allerdings, die sich auch direkt als waschechte Hits zeigen, ansonsten ist das Ganze hier einfach ein gut gemachtes Power Metalalbum mit denen knallharte Genrefans auf jeden Fall glücklich werden sollten!

Julian

SPEED STROKE – Damage Control

Trackliste:

01. Glorious Breakdown
02. Heart Of The City
03. Damage Control
04. State Of Shock
05. Italian Coglione
06. In Flames
07. Blessed By Misery
08. All For The Weak End
09. Walls
10. Chain Reaction

 

Spielzeit: 39:37 min. – Genre: Hardrock – Label: Scarlet Records – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.speed-stroke.com

 

Die italienischen Chaoten von SPEED STROKE sind wieder da! Mit ihrem mittlerweile vierten Longplayer „Damage Control“, der satte sechs Jahre auf sich warten ließ. Die Abstände zwischen den Alben werden also immer länger, die Platten aber auch immer ambitionierter und mit dem neuen Dreher haben die Jungs um Sänger Giacomo Corzani ihr wohl bestes Werk am Start. Irgendwo zwischen Street Metal und Sleaze´n Glam gibt es zehn neue Songs auf die Lauscher. Inzwischen konnte man bei Scarlet Records unterkommen, was auch bedeutet dass jedes Album bei einem anderen Label erschien.

Wenn man im Beipackzettel davon spricht, dass diese Platte für Fans von H.E.A.T., BACKYARD BABIES, HARDCORE SUPERSTAR, CRASHDIET, W.A.S.P., D.A.D. oder SKID ROW sein soll, hat man damit den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Manchmal sind die Vergleiche der Promotionagenturen ja etwas weit hergeholt, hier ist wirklich das Gegenteil der Fall – die Marschrichtung ist also glasklar, auch für Menschen die die Band vielleicht bisher nicht kannten.

Mit „Glorious Breakdown“ starten die Italiener äußerst schwungvoll und haben mit dem Opener gleich das erste hochenergetische Highlight parat. Etwas gediegener geht es bei „Heart Of The City“ zu. „Damage Control“ schlägt in die Kerbe des Eröffnungstracks und hat tatsächlich einige CRASHDIET-Gedächtnis-Chöre an Bord. Nach einem weiteren Volle-Pulle-Song („State Of Shock“) packen die Jungs ihren bekannten Humor aus: „Italian Coglione“ ist nicht nur ein Stück das musikalisch Laune macht sondern sorgt mit seinem Augenzwinkern im Text (Coglione heißt übersetzt Idiot) für Spaß. Bei „In Flames“ zeigen SPEED STROKE ihre melodische Seite und bei „Blessed By Misery“ nehmen sie sogar noch mehr Tempo raus. Eines der variabelsten Stücke der Band. „All For The Weak End“ glänzt mit großen Chören, passend zum Songtitel.

„Damage Control“ strotzt nur so vor Spielfreude, vor Energie und guten Songs. Das hat man alles schon mal gehört, den Spaß an diesem Album schmälert dieser Umstand aber absolut nicht. Wie eingangs erwähnt stehen SPEED STROKE hier mit ihrem bisher besten Album im Gepäck (auch was den Sound angeht), das sich Fans der oben erwähnten Kapellen gut und gerne reinziehen sollten.

Stefan

TALENTSCHMIEDE: VEION

Band:
VEION

Gegründet:
2010

Herkunft:
Deutschland

Mitglieder:
Mirko Krimmel (Gesang, Gitarre)
Tommy Schmiedel (Gitarre)
Thomas Sauter (Bass)
Thorsten Kiefer (Schlagzeug)

Stil:
Modern Metal – heavy, melodisch und emotional.

Veröffentlichungen:
When Days Turn Into Night
Apart From My Memory
Shadows As They Fall
Home Again

Welche Einflüsse prägen euren Sound?
Wer schon einmal versucht hat, unseren Sound in eine Schublade zu stecken, weiß: Das wird schwierig. Irgendwann fiel deshalb der Satz „Céline Dion goes Melodic Death Metal“ – und irgendwie fanden wir die Vorstellung so herrlich absurd, dass sie bis heute hängen geblieben ist. Tatsächlich steckt darin sogar ein kleines Körnchen Wahrheit: Einerseits mögen wir große Melodien und emotionale Songs, andererseits bringt jeder von uns seinen eigenen musikalischen Hintergrund mit.
Mirko bewegt sich irgendwo zwischen den Melodien von Avenged Sevenfold, der Wucht von Five Finger Death Punch und der Atmosphäre von In Flames. Thorsten ist zuhause zwischen Iron Maiden und Thrash Metal, Tommy bringt seine Leidenschaft für Melodic Death Metal ein und Thomas verbindet brasilianischen Thrash mit einer ordentlichen Portion Maiden. Genau aus dieser Mischung entsteht unser Sound – heavy, melodisch und emotional.

Was möchtet ihr in den nächsten fünf Jahren erreichen?
Zunächst würden wir gerne herausfinden, was sich eigentlich hinter unserer legendären Leergutwand im Proberaum verbirgt. Es gibt Gerüchte, dass dort tatsächlich eine Wand existiert. Danach möchten wir uns natürlich noch diesem kleinen Nebenthema widmen, das sich „Live spielen“ nennt. Das wäre auch ganz schön.

Was kommt als Nächstes?
Meistens der Morgen danach – an dem man erstaunlicherweise so müde ist, wie man am Abend zuvor eigentlich hätte sein sollen. Dazwischen nehmen wir natürlich mindestens ein Album pro Jahr auf. Also theoretisch. Praktisch freuen wir uns schon, wenn wir irgendwann herausfinden, wie andere Bands ihren Schlaf organisieren.

Was war eure bisher beste Erfahrung als Band?
Wir haben mittlerweile sowohl auf großen Festivalbühnen als auch in kleinen Clubs und alten Partyscheunen gespielt. Auf den großen Bühnen steht oft so viel Pyrotechnik für die Band nach uns herum, dass man sich kaum noch bewegen kann. In den kleinen Locations dagegen sorgt jeder Bassdrum-Schlag dafür, dass man den Staub der letzten hundert Jahre einatmet. Beides hat seinen ganz eigenen Charme – und genau diese Gegensätze machen den Reiz aus. Langweilig wurde es jedenfalls nie.

Euer peinlichster Moment?
Ganz ehrlich? Uns ist bisher eigentlich nichts peinlich. Es kann natürlich sein, dass andere Situationen deutlich unangenehmer fanden als wir – wir haben davon allerdings nichts mitbekommen.

Mit wem würdet ihr gerne mal ein Bier trinken – und warum?
Wir haben mehrfach versucht, Avril Lavigne zu erreichen. Sie wollte eigentlich mal vorbeischauen. Bis heute warten wir allerdings noch auf ihre Zusage. Vielleicht trinkt sie einfach kein Bier.

Mit welcher Band würdet ihr am liebsten auf Tour gehen?
Ganz klar: Steel Panther. Nicht nur, weil sie großartige Entertainer sind, sondern auch, weil wir heimlich hoffen, dass sie ihr Tourleben tatsächlich genauso leben, wie sie es in ihren Songs beschreiben. Rein wissenschaftliches Interesse natürlich.

Was ist das Schlimmste daran, in einer Band zu sein?
Man kommt in den Proberaum und stellt fest, dass sämtliche Vorräte an flüssigen Nahrungsmitteln auf mysteriöse Weise verschwunden sind. Und falls doch noch irgendwo etwas auftaucht, handelt es sich meistens um einen ganz besonderen Jahrgang, bei dem niemand mehr genau weiß, seit wann er dort eigentlich lagert.

Und was ist das Beste daran?
Es gibt einen Moment, den man kaum beschreiben kann: Wenn wir gemeinsam im Proberaum stehen, die Instrumente in die Hand nehmen und der erste Ton erklingt. Plötzlich werden aus Ideen echte Songs, die anfangen zu leben – jedes Mal ein bisschen anders, jedes Mal auf ihre eigene Art. Genau für diesen Moment machen wir Musik.

Online:
Website: www.linktr.ee/veionofficial

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/0McRL7Q0Jj7MZbKjDkL5YB
YouTube: www.youtube.com/@veionofficial
SoundCloud: www.soundcloud.com/veionofficial

Live-Dates:
Aktuelle Termine veröffentlichen wir über unsere Social-Media-Kanäle und unsere Linktree-Seite.

XANDRIA – Eclipse

Trackliste:

01. Syzygy
02. Eclipse
03. Colours
04. The Shannon’s Home
05. The Grand Delusion
06. Wave Of Tanis
07. Northstar
08. Masquerade
09. The Last Generation
10. The Poetry Of The Real World
11. Lore

Spielzeit: 58:33 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 07.08.2026 – Page: www.facebook.com/xandriaofficial

 

XANDRIA, von mir seit Jahren erfolgreich abgespeichert als irgendeine neuere Symphonic-Metal-Band aus den Niederlanden oder so.
Naja, beinahe. Die Truppe wohnt einfach im selben Bundesland wie ich und existiert ungefähr so lange wie ich. Aber gut, schließen wir mal wieder eine Bildungslücke.
„Eclipse“ ist draußen, das neunte Studioalbum des Quartetts um Sängerin Ambre Vourvahis, mit zehn Songs plus Intro und einer knappen Stunde Spieldauer.
Das Intro lässt mich schonmal aufatmen, dass ich zumindest mit „Symphonic Metal“ richtig lag. Die cinematische Art, die neben Orchester und Chor auch noch mit den dicken Trailer-Soundtrack-Drums daherkommt. Und was das angeht, haben XANDRIA schonmal keine halben Sachen gemacht. Zusammenarbeit mit zwei Profi-Hollywood-Komponisten und dem Sofia Session Orchestra & Choir, und auch wenn ich zumindest annehme, dass jetzt nicht alle Orchester- und Chor-Sounds komplett „echt“ sind, klingt das schon ganz hervorragend. Detailreich, top orchestriert und sehr fett.
Sehr fett klingt auch der Gesamtsound der Platte. Also wirklich gar nix zu bemängeln an dieser Stelle, so soll moderner Symphonic Metal im Jahre 2026 klingen.
Apropos modern: Ich weiß nicht, wie das bei XANDRIA in der Vergangenheit so war, aber es gibt einen gewissen Modern-Metal-Anteil auf „Eclipse“, bei dem die Gitarren nochmal extra braten dürfen und die Rhythmus-Fraktion etwas technischer agieren darf. Der Anteil ist aber nicht allzu hoch und immer mal zwischendurch eine willkommene Stilwendung, die hervorragend umgesetzt ist – genau wie das Symphonic-Metal-Genre an sich. Die Melodien sind gerade in den Refrains eingängig und voll im Genre drin, aber auf hohem Niveau. Das Zusammenspiel der Band an sich und das von Band und Orchester ist top, Arrangements und Sounddesign auch. Und die Vocals geben dem Ganzen noch den Rest. Wenn in nächster Zeit mal jemand auf Euch zukommt und fragt „Wie klingt eigentlich zeitgemäßer Symphonic Metal?“, dann zeigt ihm „Eclipse“ und er weiß Bescheid.
Gewisse Unterschiede im Charakter der Songs findet man auch; da gibt es den böseren, den poppigeren, den emotionaleren, den balladigeren. Ein paar, die irgendwas dazwischen sind, findet man auch, und im schlimmsten Fall stolpert man mal über ein oder zwei im Vergleich unspektakuläre Tracks, aber auch das soll noch jeder verkraftet haben.

Fazit:
Prototyp 2026 Modern Symphonic Metal von einer Band, die keine Mühen für ein möglichst krasses Endergebnis gescheut hat. Das Endergebnis heißt „Eclipse“ und ist krass. Ziel erreicht und blind hörbar für jeden Genrefan.

Anspieltipps:
„Colours“, „The Shannon’s Home“, „The Poetry Of The Real World“ und „Lore“

Jannis